fünfzehnter Tag

»It’s like in the movies when the rain comes down
And you take off your clothes and you scream at the clouds
Can you remember the moment of birth
When you slipped down onto the earth.
You’re a man, you’re a woman, you’re not some machine,
Why do you always stare at the screen?
Why do you always bow your head down?
I know you used to be proud.
When you were freeborn, you’re freeborn

Don’t let them kill the wild animals inside of you.«

The Cat Empire ~ Wild Animals

Guten Morgen, Berlin. Kaum zurück, schon wieder voll eingespannt.
Die Busfahrt von Stuttgart nach Berlin war mit 8 Stunden wirklich lang. Gerade auch nach der kurzen Nacht. Mein Sitznachbar tat mir schon ziemlich Leid, immerhin bin ich quasi von der Party in den Bus. Er hat es ausge- und wir uns sogar sehr nett unterhalten. Desweiteren war die Busfahrerin absolut witzig. Staubtrocken und sich ihrer lustigen Wirkung auf die Fahrgäste nicht bewusst, erzählte sie in betonungsfreier Märchentanten Manier, dass die Herren bitte wie “Schneewittchen austreten” sollen, dass die nächste Dame es ihnen danken würde und sie (die Busfahrerin) im Übrigen sehen würde, wenn sie (die Männer) es nicht täten – sie (die Männer) würden nämlich nicht annähernd so gut zielen können, wie sie (die Busfahrerin) fahren könnte. Außerdem erklärte sie uns ausführlich die Funktionen unserer Sitze “zum Relaxen”, die man beispielsweise durch Drücken eines Hebels und mit einem “flotten Hüftschwung” einige Zentimeter von einander entfernen könnte. Bei Benutzung der Lehnenkippfunktion sei allerdings immer Rücksprache mit dem jeweiligen Hintermann zu halten. Ihre Anfangsansprache zog sich etwa über die ersten 15 Minuten dahin und ich freute ich nach ihrer Ankündigung, dass sie sich  zum Umstieg in Nürnberg, zur Pause und zur Ankunft in Berlin jeweils noch ein Mal melden würde. Irgendwann kam ich auch auf die Idee die Ansage aufzunehmen und hätte sie gern mit euch geteilt, nachdem bei dem Versuch den ganzen Spaß hochzuladen gestern mein erster Eintrag für diesen Tag jedoch gelöscht wurde, hab ich zuerst die Lust verloren und, als ich sie dann doch noch wiedergefunden habe, festgestellt, dass ich ein Update bräuchte um Audiodateien hochladen zu können. Pfff. Ich fordere lieber eure Fantasie: stellts euch halt vor. Wird vielleicht nicht ganz so gut wie das Original, das kann ich zur Not aber auch mitbringen und vorführen, wenn wir uns mal über den Weg laufen.

Montag dann also gleich früh zur Arbeit – 14:30. Auf dem Weg stelle ich fest, dass ich mein Studi-Ticket vergessen habe, ärgere mich und hoffe, dass ich keiner Kontrolle in die Arme laufe. Eine Station vor meiner Zielhaltestelle seh ich dann drei Gestalten auf dem Bahnsteig herumlungern. Betont lässig laufe ich in der U-Bahn der (gottseidank) neueren Generation (alle Waggons sind miteinander verbunden) einen, zwei Wagen weiter und hoffe, dass ihnen das nicht aufgefallen ist. Die zwei Männer und eine Frau steigen ein und fangen prompt an zu kontrollieren. Ha! Ich wusste es! Mein Puls geht hoch. Ich hoffe, sie mögen einfach nicht so schnell sein beim Kontrollieren. Flehe innerlich die U-Bahn an schneller zu fahren. Und schaffe es einfach mal. Unverschämtes Glück, was ich da hab. Na gut, ein Mal hab ich es jetzt drauf angelegt. Nach Hause laufe ich aber. Die Idee mir ein Ticket zu kaufen verwerfe ich aus mangelnder Motivation “der BVG noch mehr Geld in den Rachen zu werfen”.
Nach der Arbeit mache ich also einen ausgedehnten 1,5-stündigen Spaziergang nach Hause und genieße mir dafür auch in Berlin mal die Zeit zu nehmen.
Beim anschließenden Schwimmtraining merke ich leider relativ bald, dass ich zu wenig gegessen habe und muss frühzeitig nach 45 Minuten abbrechen, weil ich schon nach 5 Sekunden Pause zwischen den einzelnen Einheiten anfange zu frieren. Na gut, zwei Wochen Trainingspause tragen sicherlich auch das ihre dazu bei. Dranbleiben ist die Devise.
Zuhause überdenke ich mein Zeitmanagement, die Trainingseinheiten und deren Sinnhaftigkeit und stelle fest, dass ich dringend Redundanzen und Überbelastungen zurückschrauben muss.
Plan für die Woche: Plan machen!

Also, auf! – auch ihr da auf der anderen Seite des Bildschirms!
Bis die Tage!

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