zwölfter Tag

»I’m on the pursuit of happiness and
I know everything that shines ain’t always gonna be gold
Hey, I’ll be fine, once I get it,
I’ll be good.«

Lissie ~ Pursuit of Happiness

Was, schon Freitag? Ein letztes Mal klingelt also der Wecker in Stuttgart. Vorerst.
Ein bisschen wehmütig mache ich mich auf den Weg in die Schule.
In der ersten Stunde kann ich mir anschauen, wie ein Referendar das gleiche Thema wie ich gestern in einer Parallelklasse einführt. Ich finde es spannend zu beobachten, wie er sich vor der Klasse verhält, die Reaktionen der Schüler zu beobachten. Zu sehen, was er methodisch in seinem Studium gelernt hat und deswegen anders macht als ich. Welche Rahmenbedingungen er beachtet, über die ich mir gar keine Gedanken gemacht habe. Sich vorzustellen zum Beispiel. 😉
Ich bin der betreffenden Lehrerin sehr dankbar, dass sie mich dazu ermuntert hat, das mit dem Unterrichten einmal auszuprobieren. Natürlich war ich nervös vor der Klasse, aber ich habe auch gemerkt, dass ich das aushalten konnte und dass es mir sogar Spaß gemacht hat.
Anschließend sitze ich in einer extrem ferienreifen 8ten Klasse. Auch das gehört dazu und manchmal kann man es nur aussitzen.
In der 5. und 6. Stunde dann noch eine letzte Doppelstunde Sport, ich darf das Aufwärmen übernehmen, wir Turnen am Reck. Hilfestellung und Tipps funktionieren, die Schüler kommen mit Fragen. Es läuft.
Und dann ist es auch schon vorbei. 2 Wochen Praktikum sind um. Ich hab viele tolle Erfahrungen gesammelt und meine erste eigene Unterrichtsstunde gehalten, yeah!
Zum Abschied bekomme ich wertvolle Tipps, wie z.B. in den Semesterferien ab und zu freiwillige Praktika in der Schule zu machen, immer wieder zu unterrichten. Dann fällt der Einstieg im Ref nicht mehr so schwer. Viele nette Worte und den Hinweis an der Schule jederzeit willkommen zu sein bekomme ich auch noch mit auf den Weg. Und dann fahre ich schon das letzte Mal von der Schule nach Hause.
Abends gehe ich zum Hallentraining und mit einigen anderen Spielern anschließend noch Kochen und Werwolf spielen.
Dann will ich sehen, was Stuttgarts Nachtleben so kann. Bass kann es. Und tanzen. Und geraucht wird auch ohne Ende. Weshalb ich dann doch relativ früh nach Hause will. Das macht echt keinen Spaß. Alles andere hätte gestimmt. Da lobe ich mir unsere Frisbeeparties, da darf man meistens nicht rauchen und muss raus. Gut so 😛
Fazit:
Es war eine sehr schöne Zeit, die ich hier in Stuttgart hatte. Sowohl in der Schule als auch in der Freizeit, in der ich durchs Ultimate tolle Leute kennenlernen durfte und auch in der “Fremde” auf den Sport nicht verzichten musste. Die Stadt hat mir echt gut gefallen – manchmal musste ich wegen der Sprache ein bisschen schmunzeln, aber das ist ja nichts Schlechtes. Der Berufswunsch Lehrer ist für mich in der Zeit hier greif- und vorstellbarer geworden. Also ist der Plan jetzt klar:
Sporteignungstests in diesem Jahr und dann Bewerbungen zum Wintersemester. Hoffentlich klappt das. Und bis dahin und dann darüber hinaus so oft wie möglich in Kontakt mit Schule und Lehren bleiben.

Danke, dass ihr diesen Blog mitverfolgt hat, es hat gut getan zu sehen, dass in der Heimat Anteil genommen wird und ich nicht ganz allein bin.
Ich werde weiterhin schreiben – mehr oder weniger im Zusammenhang mit dem Ziel Lehrer – ziemlich sicher aber nicht mehr so oft.
Also, alles Gute euch und wir sehen uns in Berlin!

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